Plasmaspritzen

Verfahren zum Plasmaspritzen

Plasmaspritzen

Plasmaspritzen

Beim konventionellen, atmosphärischen Plasmaspritzen wird durch einen Lichtbogen ein Plasma aus Gasgemischen von Argon, Helium, Stickstoff und Wasserstoff erzeugt. Die Gase werden dabei dissoziiert und ionisiert, sie erreichen durch Expansion hohe Ausströmgeschwindigkeiten (150 – 300 m/s) und geben bei ihrer Rekombination die zum Aufschmelzen der Spritzpartikel notwendige Wärme ab. Wenn diese Prozesse in einem Vakuumbehälter stattfinden, spricht man von Vakuumplasmaspritzen.



Standard Spritzwerkstoffe für Plasmaspritzen sind Oxidkeramiken, alleine oder gemischt:

  • Aluminiumoxid (Al2O3)
  • Chromoxid (Cr2O3)
  • Titandioxid (TiO2)
  • Zirkonoxid (ZrO₂)

Die Firma LWK betreibt ein spezielles Plasmaspritzverfahren, bei dem das Plasma aus reinem Wasser entsteht. Wir nennen unser Verfahren Wasser-Plasma-Technik (WPT), Hauptbestandteil der Spritzanlage ist der wasserstabilisierte Plasmabrenner.

Durch die hohe Energie dieses Plasmas verfügt man über einen sehr leistungsstarken Brenner (ca. 200 kW), welcher uns ermöglicht, sehr dicke Schichten (0,1 mm bis 3,0 mm) und sogar monolithische keramische Bauteile (z. B. Keramik-Rohre) herzustellen.

Mittels WPT werden oxidkeramische Spritzpulver verarbeitet: Aluminiumoxid, Aluminiumtitanat, Mullit, Spinell, Zirkoniumoxid, Zirkoniumsilikat, Yttriumoxid. Das wichtigste Produkt sind die Keramikrohre, die in fast allen Größen hergestellt werden können. Mit keinem anderen Verfahren kann man zurzeit größere Keramikrohre herstellen. Möglich ist auch die Herstellung von Keramikplatten, sowie von Beschichtungen auf Stahl-, Graphit- oder CFC-Bauteilen.