borieren

Hoher Verschleißschutz für metallische Bauteile

Borieren




Beim Borieren werden metallische Bauteile zusammen mit Borspendern unter Schutzatmosphäre erhitzt. Das von den Borspendern freigesetzte Bor diffundiert in die Bauteiloberfläche (in das Grundmaterial) ein und reagiert dort mit dem Eisen aus dem Grundmaterial. Das Ergebnis dieser chemischen Reaktion ist die sogenannte Borierschicht, bestehend aus Bor-Eisen intermetallischen Verbindungen (Eisenboride). Die Borierschicht ist extrem hart (1600–2000HV). Da sie praktisch infolge einer chemischen Reaktion aus dem Grundmaterial „wächst“, ist ihre Haftung am Grundmaterial sehr gut, deutlich besser als im Fall einer Beschichtung, die lediglich durch physikalische Kräfte am Grundmaterial verbunden ist.

Alle Eisenwerkstoffe sind geeignet für das Borieren: Bau-, Einsatz-, Vergütungs- und Werkzeugstähle, Stahlguss, Armco-Eisen, Gussqualitäten, Sintereisen und Sinterstähle.

Borierte Bauteile finden Einsatz im Maschinen- und Anlagenbau, in der Chemie und Petrochemie, sowie in der Glasindustrie.